Update zum Investment Case Japan

Harald Staudinger ist Investmentexperte für die japanischen und chinesischen Kapitalmärkte  von  ASPOMA Asset Management, einer auf Asien spezialisierten Investmentgesellschaft.

Die neuesten Entwicklungen und Informationen aus Japan untermauern den Investment Case für japanische Aktien.

  • Unternehmensgewinne +22% im Jahresvergleich

Die Unternehmensgewinne zum Fiskaljahresende per Ende März übertrafen die Konsensschätzungen und erreichten ein neues Allzeithoch, ein Plus von 22% gegenüber dem Vorjahr. Während die Netto-Gewinne sämtlicher börsennotierter Unternehmen im Schnitt um 21,7% im Jahresvergleich stiegen, lag die Wachstumsrate bei Nicht-Banken sogar bei 22,7%, wobei Automobilhersteller und –Zulieferer die höchsten Wachstumsraten hatten.

  • Positive Gewinnrevisionen im laufenden Jahr stehen bevor

Wie immer sind die Unternehmen bei ihren Prognosen für die Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres übermäßig vorsichtig. Die Gewinnschätzungen liegen im Schnitt bei etwa +/- 0% im Jahresvergleich.  Angesichts weiterhin sehr starker Indikatoren für die Welthandelsentwicklung (Erwartung  für 2018 von 6,9% im Vergleich zu 4,5% in 2017), die einer der wesentlichen Gewinntreiber ist, gehen wir, ähnlich wie im vergangenen Jahr, von  kontinuierlichen positiven Gewinnrevisionen aus.

  • Aktienrückkäufe auf Rekordniveau

Die Aktien-Rückkaufe japanischer Unternehmen stiegen seit Jahresbeginn um 21%  im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die im bisherigen Jahresverlauf angekündigten Aktienrückkäufe stiegen um 7% im Jahresvergleich. Da 56% der der Unternehmen im Topix Index keine (Netto-)Verschuldung aufweisen (in USA und Europa sind ist die nur bei 20% der Fall), sind weitere Rückkäufe im Jahresverlauf zu erwarten.

  • Unternehmenssteuerreform ermöglicht bessere Kapitaleffizienz 

Durch die eben verabschiedete Änderung bei Besteuerung von Aktientäuschen im Rahmen von Unternehmensübernahmen ergeben sich viele Möglichkeiten für eine Verbesserung der Kapitaleffizienz. Dies ist ein weiterer Baustein, der es den vielen überkapitalisierten Unternehmen in Japan ermöglichen wird, ihre Kapitalrenditen zu verbessern und damit ihre Börsenbewertungen zu steigern.

  • China reduziert Zölle auf Autoimporte von 25% auf 15% – Japanische Hersteller profitieren

Im Handelsstreit mit den USA hat China u.a. angekündigt, ab Juli 2018 die Zölle auf Autoimporte von 25% auf 15% zu reduzieren. Japanische Automodelle, die in Japan produziert und nach China exportiert werden, profitieren stark davon. Die von Toyota bisher erwartete Absatzsteigerung von 22% wird dadurch wohl deutlich übertroffen werden.

Harald Staudinger ist Investmentexperte für die japanischen und chinesischen Kapitalmärkte und Mitglied des Investmentteams von  ASPOMA Asset Management, einer auf Asien spezialisierten Investmentgesellschaft.

 

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