Spread Trade – Fuchs Petrolub

Verantwortlich für den Inhalt:  Marc Siebel, Geschäftsführer der Peacock Capital

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Wir möchten aktuell eine besondere Sondersituation ausnutzen. Zuweilen kommt es vor, dass zwei Gattungen eines Unternehmens (in diesem Fall Vorzüge und Stämme) zu deutlich unterschiedlichen Kursen notieren. Der „Spread“ ist ungewöhnlich hoch auch unter Berücksichtigung der Argumente Stimmrechte und Liquidität. Wichtig ist dabei, nicht die Risiken von Kursmanipulationen aus den Augen zu lassen. Man erinnere sich an die stark gehebelte Wette der WestLB auf den Spread zwischen Volkswagen-Stämmen und Vorzügen. Auch hier war der Unterschied historisch hoch, man hoffte auf ein „reinlaufen“ des Bewertungsunterschiedes, sprich des „Spreads“. Diese Investments gelten i.d.R. als risikoarm, ist man bei Vorzügen in diesem Fall „long“ (i.d.R. Kursabschlag wegen fehlendem Stimmrecht), gleichzeitig „short“ auf die Stammaktien. Unabhängig vom Kursverlauf des Aktienmarktes profitiert man also von einer Verengung der Kursabstände. Einem Kursverfall der einen Aktie steht bei fallenden Märkten ebenfalls ein Kursverfall der „Short“-Position entgegen, der Verlust wäre damit absolut betrachtet auch bei stark fallenden Aktienmärten im Idealfall ausgeglichen. Nur hatte man die Rechnung nicht mit Herrn Piech gemacht. Das Übernahmeangebot von Porsche sorgte für einen höheren Kursverfall der Vorzugsaktien als der der Stammaktien. Der „Spread“ weitete sich aus statt sich einzuengen. Die Tatsache, dass die Bank einen hohen Leverage (deutsch: Hebel) einsetzte, führte zu immensen Verlusten. „Spread Trade – Fuchs Petrolub“ weiterlesen