Marktbericht Mai 2017

Euroland bleibt auf Wachstumskurs

In Euroland stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Das sollte sich aus unserer Sicht auf absehbare Zeit auch nicht ändern. Allen politischen Unsicherheiten zum Trotz haben sich die Aussichten für die kommenden Monate nochmals etwas verbessert. So kletterte beispielsweise im Mai der viel beachtete Ifo-Geschäftsklima-Index auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung 1991 und untermauert damit die hohe Dynamik der deutschen Wirtschaft. Zudem erhält die Wachstumslokomotive Deutschland Unterstützung von weiteren Euroländern. Die breiten Einkaufsmanagerindizes notieren auf den höchsten Ständen seit sechs Jahren und signalisieren damit eine zunehmende Homogenität des Aufschwungs. Viele Institutionen wie der Internationale Währungsfonds, oder die Europäische Zentralbank (EZB) werden ihre Wachstumsprognosen weiter nach oben anpassen müssen. Trotz aller Euphorie sind wir uns bewusst, dass das derzeitige hohe Wachstumstempo längerfristig hohen Risiken ausgesetzt ist. Die Reformunfähigkeit Frankreichs, die Zahlungsschwierigkeiten Griechenlands, die Bankenprobleme in Italien sowie die Brexit-Verhandlungen schwelen als ungelöste Probleme weiter. Nach den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich treten diese Themen aber bis auf weiteres in den Hintergrund und viele, meist angelsächsische, Euroskeptiker müssen ihre Positionen überdenken. Es hat sich also ein Zeitfenster geöffnet, in dem viele politischen Risiken ausgeblendet werden und Anlagen in Euroland dadurch für internationalen Investoren an Attraktivität gewinnen. Der Euro sollte in diesem Szenario weiterhin gegenüber vielen anderen Währungen aufwerten können.

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Die Chinesen und das Internet – eine Love-Story

Von Dr. Clemens Kustner, ASPOMA Asset Management

Wer wissen will, wie wir künftig einkaufen, lernen und unser soziales Leben organisieren werden, sollte nach China schauen. Nirgendwo sonst ist der Trend zur Digitalisierung stärker als dort, nirgendwo sonst lassen sich die Menschen vorbehaltloser darauf ein. Die Chinesen und das Internet – das ist eine Love-Story, die auch Investoren gut gefallen dürfte.

Wagen wir ein Gedankenexperiment: Stellen wir uns eine Volkswirtschaft vor, die mit dem Ausbau ihrer Infrastruktur erst vor wenigen Jahren begonnen hat. Anders als in Europa und Amerika gibt es weder ein effizientes Gesundheitswesen noch flächendeckend Supermärkte und Discounter. Ein Telefonnetz im klassischen Sinn ist ebenso wenig vorhanden wie ein dichtes Filialsystem der Banken. Klingt erst mal nicht so gut, aber: Regierung wie auch Unternehmen verfügen über erhebliche Mittel, um zu investieren. Zudem ist der Markt für solche und weitere Dienstleistungen etwa vier Mal so groß wie in den USA.

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Schiff Ahoi – Der Kreuzfahrtboom

Von Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker vermögensverwaltung

Das Geschäft mit Kreuzfahrten boomt. Im Jahr 2017 werden Schätzungen zufolge über 25 Millionen Passagiere eine Seereise buchen. Ein Großteil dieses Wachstums findet in den Schwellenländern statt. Die an den Börsen notierten Kreuzfahrt-Anbieter werden ihre Gewinne in den kommenden Jahren deutlich steigern.

Wachsende Mittelschicht in Asien setzt die Segel

Asien verzeichnete in den vergangenen Jahren das größte prozentuale Wachstum und ein Ende dieser Dynamik ist nicht absehbar. So will die Branche beispielsweise in China bis 2021 mit 30 Prozent jährlich wachsen. Sehr beeindruckend im Reich der Mitte ist vor allem die Zunahme der Passagierzahlen für Hochseekreuzfahrten. Während Asien im allgemeinen weiterhin Rekordwachstumszahlen in der Kreuzfahrtbranche verzeichnen kann, lag Australien nur knapp dahinter. Auch die Zahlen aus den USA und Europa sind sehr vielversprechend. Betrachtet man die Reisebranche im Allgemeinen, so verbuchen Kreuzfahrten ein erstaunlich langfristiges Wachstumspotenzial, da sie derzeit lediglich zwei Prozent des gesamten Freizeitreisemarktes ausmachen und die höchsten Zufriedenheitsquoten unter den internationalen Reisenden aufweisen.

In Zukunft hohe Investitionen bei den Marktführern

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Money Management – Der heilige Gral?

Als Ralph Vince, ein angesehener US-Mathematiker 40 Doktoranden auswählte, um mit ihnen ein Spiel zu spielen, wusste er noch nicht wie erschütternd die Ergebnisse dieses Experiments ausgehen würden.

Die Spielregeln

Zuerst gab er den Doktoranden 1.000 US-Dollar. Nun zeigte er ihnen 100 Kugeln. Die Kugeln waren zweifarbig gestaltet. Es befanden sich 60 blaue und 40 schwarze Kugeln im Spiel. Die schwarzen Kugeln stellten die Verlierer und die blauen die Gewinner dar.

Die Aufgabe der Doktoranden war es nun einen beliebigen Geldeinsatz festzulegen. Danach wurde eine Kugel gezogen. Wurde eine blaue Kugel gezogen, so bekam der Doktorand seinen doppelten Einsatz zurück. Wurde eine schwarze Kugel gezogen, so verlor er seinen Einsatz komplett. Die Teilnehmer wurden gebeten insgesamt 100 dieser Transaktionen in Folge zu machen. Jeder von ihnen wusste, dass die Trefferquote bei 60 Prozent lag.

Erschreckendes Ergebnis

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