Geldanlage mit Öl: Wenig Gleichlauf mit anderen Anlageklassen

Von Markus Steinbeis, geschäftsführender Gesellschafter der Steinbeis & Häcker Vermögensverwaltung

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Angesichts des zinslosen Umfelds sind Investoren weltweit auf der Suche nach Anlagealternativen. Es wächst verstärkt der Wunsch in Anlagen zu investieren, denen reale Vermögenswerte zugrunde liegen. Aufgrund der aktuell niedrigen Preise für Erdöl fragen sich viele Anleger, ob und wie sie nach sieben enttäuschenden Jahren wieder von eventuell steigenden Preisen profitieren können.

Strategisch können Rohstoffe wie Öl als Beimischung in einer Vermögensanlage durchaus sinnvoll sein. Sie sind in der Lage, ein Portfolio zu diversifizieren, da sie ihre eigenen Zyklen haben und deshalb eine divergierende Wertentwicklung gegenüber Aktien und Anleihen aufweisen. Darüber hinaus federten Rohstoffe in der Vergangenheit oftmals inflationäre Tendenzen ab. Allerdings lebten wir zuletzt fast 10 Jahre in einer deflationär geprägten Welt. Trotz aller geldpolitischen Exzesse bis hin zu Negativzinsen sind die Preise der wichtigsten Rohstoffe in den letzten Jahren kollabiert. Schwaches weltweites Wirtschaftswachstum aber vor allem ein zuletzt stark steigendes Angebot hat bei den Preisen für Erdöl zu einem der dramatischsten Einbrüche der letzten 30 Jahren geführt. Mit Hilfe von neuen Technologien bei der Gewinnung von Öl aus Schiefergestein sowie der Uneinigkeit der OPEC bezüglich der Fördermengen überstieg das Angebot mehrere Monate lang eine inzwischen wieder anziehende Nachfrage mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Preise. „Geldanlage mit Öl: Wenig Gleichlauf mit anderen Anlageklassen“ weiterlesen

Schlägt jetzt die Stunde Japans? Nippon is back!

Von Dr. Harald Staudinger, ASPOMA Asset Management

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Japanische Aktien haben in den vergangenen 5 Jahren US Aktien um 42% und europäische Aktien sogar um 59% übertroffen. Es gibt viele Gründe, warum Japan auch in den nächsten Jahren die bessere Alternative sein wird.

 

Japan – ein vernachlässigter Markt

Seit dem Platzen der Immobilienblase in Japan Ende 1989 ist der Anteil japanischer Aktien in den globalen Aktienindizes von 40% auf aktuell etwa 10% gefallen. Das Interesse internationaler Investoren an Japan nahm im Zuge der Korrektur stark ab. Aktuell sind internationale Investoren sogar im Vergleich zu diesem niedrigen Wert noch deutlich untergewichtet. Japan spielt in den Portfolios vieler Investoren keine entscheidende Rolle mehr. Häufig, wenn überhaupt, wird der Japananteil nur noch in Form von Indexfonds (ETFs) abgebildet. Daher setzen sich globale Investoren nicht aktiv mit den Chancen auseinander, die der japanische Markt bietet. Japan ist daher ein vernachlässigter Markt.

Dabei bietet Japan große Chancen und ein attraktives Ertragspotential. Das sollte eigentlich nicht überraschen, da Japan nach den USA und China immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft und der zweitgrößte Kapitalmarkt der Welt ist. Und es gibt schlagkräftige Argumente dafür, dass japanische Aktien schon bald wieder im Fokus der internationalen Investoren stehen könnten.

 

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Moderne Infrastruktur: Wann überrundet China den Westen?

Von Dr. Clemens Kustner, ASPOMA Asset Management

China hat allein in den vergangenen drei Jahren mehr Zement verbaut als die USA in den letzten 100 Jahren. Während der Westen dies als sicheres Zeichen für sinnlose Überinvestitionen wertet, übersehen die Kritiker: China pumpt den Zement vor allem in Straßen, (Flug-)Häfen und Eisenbahnen und investiert massiv in Energienetze und Telekommunikation. Setzt sich dieser Trend fort, wird das Land bald eine viel modernere und leistungsfähigere Infrastruktur haben als die meisten westlichen Länder – mit erheblichen Folgen für Firmen und Investoren.

Vielleicht sind wir im Westen zu sehr daran gewöhnt, als dass es uns auffallen würde: Eine nationale Ökonomie kann nur prosperieren, wenn das Land über ausreichende und intakte Verkehrswege verfügt und die Wasser- sowie Energieversorgung auf modernem Stand sind. Zudem braucht es ein umfassendes und leistungsfähiges Netz für die Telekommunikation, um in der digitalen Welt wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Bald wieder mehr M&A-Deals im Healthcare-Bereich

Von Mario Linimeier Healthcare-Analyst  bei der Fondsboutique Medical Strategy. 

Donald Trumps geplante Steuerreformen könnten das  Übernahmekarussell im Gesundheitswesen auf Touren bringen

Im vergangenen Jahr haben im Healthcare-Sektor Firmenzusammenschlüsse und Übernahmen (M&A) mit einem  weltweiten Volumen von 283,4 Mrd. USD stattgefunden. Das war immerhin der dritthöchste Wert seit 2001, aber nichts im Vergleich zum Jahr zuvor. 2015 belief sich das globale M&A-Volumen auf 392,4 Mrd. USD. Der Rückgang lag 2016 somit bei rund 30%.

Hauptgrund für die rückläufigen M&A-Aktivitäten waren neue steuerliche Regelungen, mit denen Washington etwa die Übernahme von Allergan durch Pfizer verhindert hatte. Wäre der Deal zustande gekommen, hätte das
globale M&A-Volumen im Healthcare- Bereich einen neuen Rekord erzielt. Jetzt könnten es erneut steuerliche Änderungen sein, die die M&A-Aktivitäten beeinflussen – nur in die andere Richtung.

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