#3 Die eigene Psyche

Bevor man Geld anlegt, sollte man sich Gedanken über die eigene Psyche machen.

Was bedeutet das?

Kapitalanlagen unterliegen in vielen Fällen deutlichen Kursschwankungen. Diese Vermögensveränderungen können Ängste auslösen und den Anleger zu Kurzschlussreaktionen verleiten. Dadurch entstehen manchmal Kapitalverluste, die nicht nötig sind.

Um erfolgreich an den Kapitalmärkten zu agieren, sollte man sich keinesfalls überschätzen! Gehen Sie lieber mit angezogener Handbremse ins Risiko. Gewöhnen Sie sich an die Schwankungen und versuchen Sie erst einmal Gewinne zu machen.

Wenn Sie „Speck auf den Rippen“ haben, können Sie leicht dosiert das Risiko erhöhen. Dabei sollten Sie über längere Zeiträume auch bedeutende Kapitalmarktrückschläge erlebt und überstanden haben. Bei einer zu hoch dosierten Risikostruktur Ihres Vermögens werden Sie bei Rückschlägen Angst bekommen und Ihre Vermögenswerte aus Panik zu Tiefstkursen abverkaufen.

Setzen Sie sich ein Risikobudget und versuchen Sie das Vermögen innerhalb Ihres Budgets zu halten. Sollten Sie dabei auch Geld aus der Hand geben, d.h. bei der Beauftragung von Vermögensverwaltern und Bankberatern, so ist auch dort eine klare Grenze für das Risiko einzuziehen. Wer das nicht macht, könnte sein blaues Wunder erleben und viel Geld verlieren.

Es nützt Ihnen auch nichts, fremde Strategien einfach so zu adaptieren. Wenn Ihre persönliche Risikotoleranz nicht dieser Strategie entspricht, werden Sie damit keinen Erfolg haben und verlieren. Beispielsweise sind heute ETF-Strategien en vogue. Im Rückblick waren Sie erfolgreich. Ob der Anleger die zwischenzeitlichen Schwankungen ertragen hätte, bleibt zu hinterfragen. Theorie und Praxis sind hier zwei paar Stiefel.

Fazit:

Die Psyche des Anlegers ist eine der Schlüsselkomponenten für eine erfolgreiche Kapitalanlage. Überlegen Sie sich also ganz genau, wo Ihre persönliche „Schmerzgrenze“ verläuft.

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