Die Chinesen und das Internet – eine Love-Story

Von Dr. Clemens Kustner, ASPOMA Asset Management

Wer wissen will, wie wir künftig einkaufen, lernen und unser soziales Leben organisieren werden, sollte nach China schauen. Nirgendwo sonst ist der Trend zur Digitalisierung stärker als dort, nirgendwo sonst lassen sich die Menschen vorbehaltloser darauf ein. Die Chinesen und das Internet – das ist eine Love-Story, die auch Investoren gut gefallen dürfte.

Wagen wir ein Gedankenexperiment: Stellen wir uns eine Volkswirtschaft vor, die mit dem Ausbau ihrer Infrastruktur erst vor wenigen Jahren begonnen hat. Anders als in Europa und Amerika gibt es weder ein effizientes Gesundheitswesen noch flächendeckend Supermärkte und Discounter. Ein Telefonnetz im klassischen Sinn ist ebenso wenig vorhanden wie ein dichtes Filialsystem der Banken. Klingt erst mal nicht so gut, aber: Regierung wie auch Unternehmen verfügen über erhebliche Mittel, um zu investieren. Zudem ist der Markt für solche und weitere Dienstleistungen etwa vier Mal so groß wie in den USA.

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Blockchain

Von Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker Vermögensverwaltung GmbH in München

Seit geraumer Zeit gibt es ein neues Modewort, dass die Chefetagen von Banken und Finanzinstituten erzittern lässt: die Blockchain. Internet-Investor Frank Thelen äußerte sich jüngst zum Thema und sagte: „Wer als Bankvorstand nicht weiß, was die Blockchain ist, sollte sofort entlassen werden.“

Was hat es mit der neuen Technologie auf sich?                       

Unter einer Blockchain (Blockkette) wird eine erweiterbare Liste von Datensätzen verstanden, deren Sicherung gegen nachträgliche Manipulation durch Speicherung der (kryptografischen) Prüfsumme, also des vorangehenden Datensatzes im jeweils nachfolgenden, gesichert ist. Dieses Verfahren ist unter anderem die technische Grundlage für viele Kryptowährungen wie die Bitcoin und kann darüber hinaus zur Verbesserung bzw. Vereinfachung der Transaktionssicherheit beitragen. Die Bitcoin beispielsweise findet immer mehr Liebhaber und setzt sich langsam durch, obwohl sie noch vor ein paar Jahren bestenfalls belächelt wurde.

Bitcoin im Höhenflug

Die Bitcoin ist nur eine von vielen Anwendungen im Bereich der Blockchain. Der Preis dieser virtuellen Währung markierte jüngst immer neue Höchststände. Chinesische Anleger flüchteten aus der eigenen Währung und kauften Bitcoins, um Vermögen außer Landes zu schaffen. Im Gegensatz zu klassischen Währungen ist aus technischen Gründen nur eine begrenzte Anzahl von Bitcoins generierbar. Bitcoins können Anwender ohne eine zwischengeschaltete Bank austauschen. Damit sind keine Gebühren mehr fällig, die üblicherweise bei Bankgeschäften anfallen.

Banken könnten überflüssig werden

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