Bald wieder mehr M&A-Deals im Healthcare-Bereich

Von Mario Linimeier Healthcare-Analyst  bei der Fondsboutique Medical Strategy. 

Donald Trumps geplante Steuerreformen könnten das  Übernahmekarussell im Gesundheitswesen auf Touren bringen

Im vergangenen Jahr haben im Healthcare-Sektor Firmenzusammenschlüsse und Übernahmen (M&A) mit einem  weltweiten Volumen von 283,4 Mrd. USD stattgefunden. Das war immerhin der dritthöchste Wert seit 2001, aber nichts im Vergleich zum Jahr zuvor. 2015 belief sich das globale M&A-Volumen auf 392,4 Mrd. USD. Der Rückgang lag 2016 somit bei rund 30%.

Hauptgrund für die rückläufigen M&A-Aktivitäten waren neue steuerliche Regelungen, mit denen Washington etwa die Übernahme von Allergan durch Pfizer verhindert hatte. Wäre der Deal zustande gekommen, hätte das
globale M&A-Volumen im Healthcare- Bereich einen neuen Rekord erzielt. Jetzt könnten es erneut steuerliche Änderungen sein, die die M&A-Aktivitäten beeinflussen – nur in die andere Richtung.

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Schiff Ahoi – Der Kreuzfahrtboom

Von Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker vermögensverwaltung

Das Geschäft mit Kreuzfahrten boomt. Im Jahr 2017 werden Schätzungen zufolge über 25 Millionen Passagiere eine Seereise buchen. Ein Großteil dieses Wachstums findet in den Schwellenländern statt. Die an den Börsen notierten Kreuzfahrt-Anbieter werden ihre Gewinne in den kommenden Jahren deutlich steigern.

Wachsende Mittelschicht in Asien setzt die Segel

Asien verzeichnete in den vergangenen Jahren das größte prozentuale Wachstum und ein Ende dieser Dynamik ist nicht absehbar. So will die Branche beispielsweise in China bis 2021 mit 30 Prozent jährlich wachsen. Sehr beeindruckend im Reich der Mitte ist vor allem die Zunahme der Passagierzahlen für Hochseekreuzfahrten. Während Asien im allgemeinen weiterhin Rekordwachstumszahlen in der Kreuzfahrtbranche verzeichnen kann, lag Australien nur knapp dahinter. Auch die Zahlen aus den USA und Europa sind sehr vielversprechend. Betrachtet man die Reisebranche im Allgemeinen, so verbuchen Kreuzfahrten ein erstaunlich langfristiges Wachstumspotenzial, da sie derzeit lediglich zwei Prozent des gesamten Freizeitreisemarktes ausmachen und die höchsten Zufriedenheitsquoten unter den internationalen Reisenden aufweisen.

In Zukunft hohe Investitionen bei den Marktführern

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Biotechnologie – in langfristiges Wachstum sinnvoll investieren

Von Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker vermögensverwaltung

Der Biotech DAX konnte zuletzt von der allgemeinen positiven Stimmung der Biotechbranche in den USA profitieren. Das ist nicht selbstverständlich, denn oft waren starke Bewertungsunterschiede zwischen europäischen und amerikanischen Biotechnologieaktien in der Vergangenheit zu beobachten. Die Ursache hierfür liegt oftmals im Investitionsverhalten. Der typische europäische Biotechnologieinvestor fragt zuerst nach der Entwicklung der Finanzdaten und Cash-Flows, bevor er investiert. Amerikanische Investoren dagegen sind häufig Branchenspezialisten, die viel mehr die Innovation und Potenziale der Entwicklungspipeline von jungen Biotechfirmen bewerten, bevor das eigentliche Geld verdient wird. Daher gibt es manchmal bedeutende Diskrepanzen in den Bewertungen von Unternehmen mit vergleichbaren Chance-Risiko-Profilen.

Demographie sorgt für Wachstumsphantasie

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Fischzucht – ein Megatrend im Verborgenen

Von Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker vermögensverwaltung

Seit Jahren steigt die Nachfrage nach Fisch stetig an – nicht zuletzt, weil für immer mehr Menschen eine gesunde Ernährung an Bedeutung gewinnt. Von diesem starken Trend profitieren Unternehmen, die sich auf Aquakultur bzw. Fischzucht spezialisiert haben. Firmenübernahmen in diesem Sektor beflügeln die Kursfantasie zusätzlich.

 Vor nicht allzu langer Zeit waren Aquakultur-Aktien noch als hochspekulativ einzustufen, da der kommerzielle Fischfang die Menschen ausreichend und preisgünstig mit Fisch versorgen konnte. Somit hatten Aquakultur-Gesellschaften noch keine Preissetzungsmacht, viele Firmen gerieten in Not. Doch nachdem der klassische Fischfang seit Jahren weltweit stagniert und die steigende Nachfrage derzeit nur durch Fischzucht bedient werden kann, sieht die Lage für diese Unternehmen deutlich positiver aus. Der berühmte Ökonom und Managementexperte Peter Drucker meinte wohl dies, als er einmal sagte: „Aquakultur, nicht das Internet, ist das vielversprechendste Investment des 21. Jahrhunderts.“  Auch bekannte Persönlichkeiten wie John Frederiksen positionierten sich frühzeitig über Beteiligungsgesellschaften in der interessanten Wachstumsbranche. Sie trugen durch Übernahmen zur laufenden Branchenkonsolidierung bei.

Zwei Alternativen: Fischzucht oder Fangflotte

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