eSports – ein unaufhaltsamer Trend

Von Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der Steinbeis & Häcker Vermögensverwaltung GmbH

Esports ist ein weltweiter, seit Jahren anhaltender Trend. Mit der GT-Academy versuchte man schon vor einigen Jahren im Bereich des Motorsports Aufmerksamkeit zu erregen. Der jungen Formel E gelang es dann schließlich endgültig durchzustarten. Dieses Gaming Event in Las Vegas wurde mit einem Preisgeld von 1 Million US-Dollar ausgestattet. Auch die Formel 1 versucht mittlerweile im virtuellen Raum Fuß zu fassen. Demnächst wird in London ein bedeutender Wettbewerb, die virtuelle Formel 1 WM ausgefahren. „Die höchst wettbewerbsfähige Natur und das Highspeed-Spektakel des Sports in Kombination mit der Authentizität unseres Spiels sorgt für eine aufregende Erfahrung für Spieler und Zuschauer aus aller Welt“, beteuert CEO Scheuer vom Spielehersteller Codemasters. Aber nicht nur Sportarten werden den eSports-Bereich prägen. Viele Abenteuer- und Strategiespiele haben heute schon eine riesige Fangemeinde

eSport gewinnt an Akzeptanz

Repräsentative Umfragen von Nielsen Sports ergaben ein hohes Interesse bei den Befragten. Zirka 25% der Menschen unter 49 Jahren interessieren sich für die neue Bewegung. Das entspricht jetzt schon in etwa dem Interesse an traditionellen Sportarten wie Radsport, Volleyball, Skilanglauf, Snowboard. So verwundert es kaum, dass bei den Asienspielen 2022 eSports erstmals offizielle Sportart wird. Dies verkündete jüngst das asiatische olympische Komitee (OCA). Das OCA erklärte, dass man damit der „rasanten Entwicklung und Popularität der neuen Form der Sportbeteiligung“ Rechnung trage. Im kommenden Jahr wird eSports zur Demonstration bei den Asienspielen in Jakarta/Indonesien erstmals präsentiert.

Erste Fußballvereine betreten den virtuellen Rasen

Fußballvereine wie Schalke, VfL Wolfsburg oder Paris Saint-Germain haben die junge Zielgruppe früh erkannt und gründeten eigene eSports-Abteilungen. „Wir sehen uns als Vorreiter in einer Sportart mit der wir in die Zukunft blicken wollen. Wir haben dies nicht kurzfristig entschieden, sondern nach langen Überlegungen, Beobachtungen und Analysen.“ erklärt Moritz Beckers-Schwarz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arena Management GmbH, die für das Schalker eSports-Business verantwortlich ist. Mittlerweile hören wir von ersten Spielertransfers und hohen Spielergehältern im neuen Business.

Medienkonzerne und Streaming-Plattformen profitieren vom großen Interesse

Die Übertragung von Top-Events werden wohl in Zukunft auch noch von den klassischen TV-Sender übertragen. Besonders stark wächst aber heute die Nutzeranzahl von Streaming-Plattformen wie Twitch und Youtube-Gaming. Amazon positionierte sich beispielsweise schon frühzeitig mit der Übernahme von Twitch für 1 Mrd. USD vor wenigen Jahren. Auch die Arenen profitieren vom neuen Boom. Die Mercedes Arena in Berlin war 2016 bei der League of Legends WM beispielsweise innerhalb von drei Minuten ausverkauft. Laut der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers liegt zukünftig das größte finanzielle Potenzial im Bereich der Medienrechte.

Die Branche bietet neue Investitionsmöglichkeiten

Wer über den Tellerrand sieht, findet viele neue Investitionsmöglichkeiten in diesem aussichtsreichen Segment. Medienkonzerne, Spielehersteller, Equipment-Lieferanten, Event-Plattformen und viele andere Bereiche profitieren von der virtuellen Spielleidenschaft. Der Anleger sollte sich aber auch international umsehen. Gerade Asien bietet eine Fülle von interessanten Gesellschaften, die vom neuen eSports-Trend profitieren. Als zukunftsorientierter Vermögensverwalter haben wir uns ebenfalls schon frühzeitig in diesem wachstumsstarken Marktsegment positioniert.

Bald wieder mehr M&A-Deals im Healthcare-Bereich

Von Mario Linimeier Healthcare-Analyst  bei der Fondsboutique Medical Strategy. 

Donald Trumps geplante Steuerreformen könnten das  Übernahmekarussell im Gesundheitswesen auf Touren bringen

Im vergangenen Jahr haben im Healthcare-Sektor Firmenzusammenschlüsse und Übernahmen (M&A) mit einem  weltweiten Volumen von 283,4 Mrd. USD stattgefunden. Das war immerhin der dritthöchste Wert seit 2001, aber nichts im Vergleich zum Jahr zuvor. 2015 belief sich das globale M&A-Volumen auf 392,4 Mrd. USD. Der Rückgang lag 2016 somit bei rund 30%.

Hauptgrund für die rückläufigen M&A-Aktivitäten waren neue steuerliche Regelungen, mit denen Washington etwa die Übernahme von Allergan durch Pfizer verhindert hatte. Wäre der Deal zustande gekommen, hätte das
globale M&A-Volumen im Healthcare- Bereich einen neuen Rekord erzielt. Jetzt könnten es erneut steuerliche Änderungen sein, die die M&A-Aktivitäten beeinflussen – nur in die andere Richtung.

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Schiff Ahoi – Der Kreuzfahrtboom

Von Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker vermögensverwaltung

Das Geschäft mit Kreuzfahrten boomt. Im Jahr 2017 werden Schätzungen zufolge über 25 Millionen Passagiere eine Seereise buchen. Ein Großteil dieses Wachstums findet in den Schwellenländern statt. Die an den Börsen notierten Kreuzfahrt-Anbieter werden ihre Gewinne in den kommenden Jahren deutlich steigern.

Wachsende Mittelschicht in Asien setzt die Segel

Asien verzeichnete in den vergangenen Jahren das größte prozentuale Wachstum und ein Ende dieser Dynamik ist nicht absehbar. So will die Branche beispielsweise in China bis 2021 mit 30 Prozent jährlich wachsen. Sehr beeindruckend im Reich der Mitte ist vor allem die Zunahme der Passagierzahlen für Hochseekreuzfahrten. Während Asien im allgemeinen weiterhin Rekordwachstumszahlen in der Kreuzfahrtbranche verzeichnen kann, lag Australien nur knapp dahinter. Auch die Zahlen aus den USA und Europa sind sehr vielversprechend. Betrachtet man die Reisebranche im Allgemeinen, so verbuchen Kreuzfahrten ein erstaunlich langfristiges Wachstumspotenzial, da sie derzeit lediglich zwei Prozent des gesamten Freizeitreisemarktes ausmachen und die höchsten Zufriedenheitsquoten unter den internationalen Reisenden aufweisen.

In Zukunft hohe Investitionen bei den Marktführern

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Biotechnologie – in langfristiges Wachstum sinnvoll investieren

Von Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker vermögensverwaltung

Der Biotech DAX konnte zuletzt von der allgemeinen positiven Stimmung der Biotechbranche in den USA profitieren. Das ist nicht selbstverständlich, denn oft waren starke Bewertungsunterschiede zwischen europäischen und amerikanischen Biotechnologieaktien in der Vergangenheit zu beobachten. Die Ursache hierfür liegt oftmals im Investitionsverhalten. Der typische europäische Biotechnologieinvestor fragt zuerst nach der Entwicklung der Finanzdaten und Cash-Flows, bevor er investiert. Amerikanische Investoren dagegen sind häufig Branchenspezialisten, die viel mehr die Innovation und Potenziale der Entwicklungspipeline von jungen Biotechfirmen bewerten, bevor das eigentliche Geld verdient wird. Daher gibt es manchmal bedeutende Diskrepanzen in den Bewertungen von Unternehmen mit vergleichbaren Chance-Risiko-Profilen.

Demographie sorgt für Wachstumsphantasie

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