Spread Trade – Fuchs Petrolub

Verantwortlich für den Inhalt:  Marc Siebel, Geschäftsführer der Peacock Capital

Bitte beachten Sie den Disclaimer!

Wir möchten aktuell eine besondere Sondersituation ausnutzen. Zuweilen kommt es vor, dass zwei Gattungen eines Unternehmens (in diesem Fall Vorzüge und Stämme) zu deutlich unterschiedlichen Kursen notieren. Der „Spread“ ist ungewöhnlich hoch auch unter Berücksichtigung der Argumente Stimmrechte und Liquidität. Wichtig ist dabei, nicht die Risiken von Kursmanipulationen aus den Augen zu lassen. Man erinnere sich an die stark gehebelte Wette der WestLB auf den Spread zwischen Volkswagen-Stämmen und Vorzügen. Auch hier war der Unterschied historisch hoch, man hoffte auf ein „reinlaufen“ des Bewertungsunterschiedes, sprich des „Spreads“. Diese Investments gelten i.d.R. als risikoarm, ist man bei Vorzügen in diesem Fall „long“ (i.d.R. Kursabschlag wegen fehlendem Stimmrecht), gleichzeitig „short“ auf die Stammaktien. Unabhängig vom Kursverlauf des Aktienmarktes profitiert man also von einer Verengung der Kursabstände. Einem Kursverfall der einen Aktie steht bei fallenden Märkten ebenfalls ein Kursverfall der „Short“-Position entgegen, der Verlust wäre damit absolut betrachtet auch bei stark fallenden Aktienmärten im Idealfall ausgeglichen. Nur hatte man die Rechnung nicht mit Herrn Piech gemacht. Das Übernahmeangebot von Porsche sorgte für einen höheren Kursverfall der Vorzugsaktien als der der Stammaktien. Der „Spread“ weitete sich aus statt sich einzuengen. Die Tatsache, dass die Bank einen hohen Leverage (deutsch: Hebel) einsetzte, führte zu immensen Verlusten. „Spread Trade – Fuchs Petrolub“ weiterlesen

Die Suche nach „Alpha“

Verantwortlich für den Inhalt:  Marc Siebel, Geschäftsführer der Peacock Capital

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Die Suche nach „Alpha“, also nach einer marktunabhängigen, positiven  Rendite oberhalb eines Index oder Marktsegmentes ist für Fondsmanager schon seit je her die schwierigste Aufgabe. Für Investoren ist aber dieser Zusatzertrag gerade jetzt in Zeiten des Anlagenotstandes wichtiger denn je. Wenn der Markt rentenseitig und nun auch aktienseitig kein Bargain mehr ist, ist ein Festhalten an indexnahen Investments wie ETFs gefährlich. Aktuell kennen Aktienmärkte – getrieben durch gelpolitische Geldschwemme – nur einen Weg, den Weg nach oben. Und wie so oft führt dies in eine lang anhaltende Hausse, die allerdings überschiesst  und heftig korrigieren kann.

Als langjähriger „fundamentaler“ Stockpicker gibt es da wie auch in 2000 diverse Warnsignale. Blasenbildungen bei einzelnen Sektoren wie derzeit bspw. Technologie sind ein Warnsignal. KGVs breiter Indizes erklimmen Werte von 16x und mehr. Das wäre nicht pauschal teuer, unter Berücksichtigung historischer Margen und niedriger Zinsbelastung allerdings zu hinterfragen. Wenn sich in dieser Situation die Chance ergibt, Unternehmen mit einem deutlichen Abschlag zum aktuellen Wert zu erwerben, ist man durch diese „margin of safety“ ein gutes Stück vor Kursverfall geschützt. Holdingesellschaften, obgleich oft nicht gern gesehen wegen ihrer Komplexität und mässiger Shareholderfreundlichkeit, bieten diese Möglichkeit . „Die Suche nach „Alpha““ weiterlesen