China im MSCI Index

Von Dr. Harald Staudinger, ASPOMA Asset Management

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Der Indexanbieter MSCI hat  bekanntgegeben, 222 große chinesische „Festlandaktien“ (A-Shares) in den MSCI China Index und den MSCI Emerging Markets Index aufzunehmen. Mittelfristig könnten rund 450 größere und mittlere Unternehmen folgen.

MSCI rechnet damit, dass in einem ersten Schritt dem Inlandsmarkt rund 18 Milliarden US-Dollar zufließen werden, bei einer vollen Berücksichtigung chinesischer Inlandsaktien könnten dies bis zu 340 Milliarden US-Dollar sein!

Für internationale Investoren wirft diese Entscheidung die Frage auf, ob sie in China nicht attraktive Renditechancen verpassen. Denn viele Investoren sind nach einer mehrjährigen Seitwärtsbewegung stark untergewichtet, und dies obwohl chinesische Aktien dieses Jahr bereits eine Rendite von rund +23% erzielt haben (MSCI China) und der Markt zu einem der billigsten Märkte weltweit gehört – das Kurs-Gewinn-Verhältnis bzw. das Preis-Buch-Verhältnis für 2017E liegen für den MSCI China bei von 13,6x bzw. 1,66x, bei amerikanischen Aktien (S&P 500) beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bzw. der Preis-Buch-Verhältnis dagegen 18,77x bzw. 2,98x. Darüber hinaus macht China durch politische und strukturelle Reformen auf sich aufmerksam. Gleichzeitig ist China bereits heute die zweitgrößte Volkswirtschaft und wird auf absehbare Zeit die Entwicklungen in Asien dominieren. „China im MSCI Index“ weiterlesen

Automatisierung – Wo steht China?

Gastbeitrag von Dr. Clemens Kustner, ASPOMA Asset Management

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Die Wachstumsraten im Bereich Automatisierung in China sind hoch, das Volumen ist jedoch noch gering, insbesondere relativ zur Größe des Landes – das aber bedeutet „viel Potential für die Zukunft“.

Automatisierung – wo steht China?

Wissen Sie, wo das modernste Fertigungswerk von BMW steht? Viele würden vermutlich antworten „natürlich in München; oder vielleicht doch in Regensburg? Oder in Spatanburg in den USA?“

Die richtige Antwort ist dagegen: Shenyang, China! Bei der Einweihung Ende Mai bekamen die Gäste die neue Fertigungswelt zu sehen: Disko tanzende Fertigungsroboter; Arbeiter, die innovative Exoskelette tragen, die wie ein zweites Skelett als äußere Stützstruktur für den Körper dienen und den Kraftaufwand bei körperlich anstrengenden Arbeiten reduzieren; mobile „Smart Devices“, die den Arbeitern in der Fertigung permanent alle Information zur Verfügung stellen, die sie benötigen; Arbeiter tragen „Augmented Reality“ Brillen, die es ihnen ermöglichen, „Virtual Reality“ Produktions- und Montageteile, wie beispielsweise einen Motor, von innen zu sehen. Weltweit führend ist auch die hochgradig vernetzte Produktion: Durch eine „Internet-of-Things-Architektur“ können über die Fahrzeug-Identifikationsnummer jedem im neuen Werk produzierten Auto einzelne Komponenten, Arbeitsschritte und Maschinen zugeordnet werden. Höhere Effizienz und bessere Qualität wird dadurch ermöglicht. „Automatisierung – Wo steht China?“ weiterlesen

Moderne Infrastruktur: Wann überrundet China den Westen?

Von Dr. Clemens Kustner, ASPOMA Asset Management

China hat allein in den vergangenen drei Jahren mehr Zement verbaut als die USA in den letzten 100 Jahren. Während der Westen dies als sicheres Zeichen für sinnlose Überinvestitionen wertet, übersehen die Kritiker: China pumpt den Zement vor allem in Straßen, (Flug-)Häfen und Eisenbahnen und investiert massiv in Energienetze und Telekommunikation. Setzt sich dieser Trend fort, wird das Land bald eine viel modernere und leistungsfähigere Infrastruktur haben als die meisten westlichen Länder – mit erheblichen Folgen für Firmen und Investoren.

Vielleicht sind wir im Westen zu sehr daran gewöhnt, als dass es uns auffallen würde: Eine nationale Ökonomie kann nur prosperieren, wenn das Land über ausreichende und intakte Verkehrswege verfügt und die Wasser- sowie Energieversorgung auf modernem Stand sind. Zudem braucht es ein umfassendes und leistungsfähiges Netz für die Telekommunikation, um in der digitalen Welt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Peking deklassiert Washington & Co „Moderne Infrastruktur: Wann überrundet China den Westen?“ weiterlesen

Chinas genialer Plan: Die Neue Seidenstraße

Von Harald Staudinger, Geschäftsführender Gesellschafter – Aspoma Asset Management

„One Belt, One Road“: So heißt der brillante Plan, mit dem China den eurasischen Wirtschaftsraum erschließen will – zum eigenen Nutzen, aber auch zum Nutzen der Länder entlang dieser neuen Seidenstraße, die China näher an Westeuropa heranrücken soll. Nach unserer Einschätzung zeigen die bereitgestellten Mittel deutlich, dass es China sehr ernst ist mit dem Ausbau der gigantischen Infrastruktur zwischen Peking, Moskau und Venedig. Für Finanzinvestoren bietet das junge Projekt viele Chancen – in China und Europa!

Vor Kurzem hatte ich Gelegenheit, mir mit einer österreichischen Wirtschaftsdelegation einen Eindruck über die Dimensionen der Seidenstraße-Initiative zu verschaffen. Diese „Silk Road Exploration Tour“ führte uns von Peking, Xi’an und Urumqi über Khorgos an der kasachischen Grenze bis nach Almaty, dem wirtschaftlichen Zentrum Kasachstans. Ziel war es zu ergründen, wie europäische Investoren und Unternehmen von der „One Belt, One Road“-Initiative (OBOR) profitieren können. „Chinas genialer Plan: Die Neue Seidenstraße“ weiterlesen