#13 Aktienanalyse

Der Neuling versucht sich anfangs sehr gerne daran eine Aktie mit den eigenen Mitteln zu analysieren. Gerade dann, wenn er durch die allgemeine positive Stimmungslage an den Finanzmärkten angesteckt wurde ist er motiviert. Das ist grundsätzlich begrüßenswert.

Die Frage ist nur, in welcher Tiefe ein Privatanleger diese Analyse leisten kann.

Es bedarf großer Erfahrung, eine Firma zu analysieren und zu bewerten. Einfache Kennzahlen, wie das KGV werden gerne eingesetzt, um Schlüsse über die Bewertung zu ziehen. Das greift zu kurz. Das Verständnis dieser Kennzahl ist schlichtweg nicht vorhanden. Man versucht die komplizierte Materie mit einem kurzen Blick auf ein paar simple Kennzahlen zu vereinfachen. Und das schimpft sich dann Analyse. Viele Anleger fragen sich dann nachher, warum ihre Aktieninvestments trotz persönlicher „Analyse“schiefgegangen sind.

Analyse ist eine Kunst und harte Arbeit

Ein Unternehmen und dessen Bewertung zu verstehen braucht einige Zeit. Versuchen Sie sich in Ihrem „Circle of Competence“ zu bewegen! Wenn Sie eine Firma nicht verstehen, dann lassen Sie es!

Ein möglichst tiefgehendes Verständnis über das Geschäftsmodell sowie die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Gewinne sind zu ermitteln. Das kann Wochen und Monate dauern und ist harte Arbeit!

Wenn Sie eine Aktie angesehen haben, dann gleichen Sie Ihre Erkenntnisse mit denen der Analysten ab. Vielleicht sieht der Analyst Risiken, die Sie noch nicht erkannt haben. Sie müssen dazu kommen, dass Sie den Wert einer Firma bestimmen können. Wenn Ihnen das zu kompliziert und zu zeitintensiv ist, dann sollten Sie sich in die Hände eines Profis begeben, um Ihre Börseninvestments nicht zu einem Glücksspiel zu machen.